Peter Tollens Gemälde 2000-2003 18.5.-19.6.2004

Dr. Justus Jonas, Eröffnungsrede zur Ausstellung (Auszug)
 
 
„Statt über diese Gemälde, könnte ich ebenso über ein gebackenes Brot schreiben“, notiert der Kölner Kunsthistoriker Stefan Kraus etwas provokant in einem Katalogtext über Peter Tollens. „Man muss nicht wissen [...] wie das Brot gebacken ist, um es zu schmecken.“
 
Wie schön war es doch noch, als diese Malerei „radikal" genannt wurde. Da konnte man noch die Wurzeln oder Essenz der Malerei beschwören, die Geschichte der Monochromie seit Rodtschenko vorbeiziehen lassen, Yves Klein, Robert Ryman oder Ad Reinhardt zitieren oder vom Ende der Malerei sprechen, das bekanntlich ja doch kein Ende war und deshalb noch dialektischer: von der Malerei nach dem Ende der Malerei.
 
Von solchen und ähnlichen Erwägungen ist Peter Tollens´ undogmatische Haltung respektive seine Malerei wohltuend unbeeinträchtigt, eine Malerei, die sich seit etwa 1980, also nun fast 25 Jahren, ausprägt und dabei, wie Tollens sagt, trotzdem immer noch ein „Davor" kennt ...

 

 

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