1947
geboren in Düsseldorf
lebt und arbeitet in Düsseldorf
2002, 2003, 2004
BERGNER + JOB Galerie
Maria Müller "Weiß ist der Augenblick", in: Katalog "Weiß ist der Augenblick",
Städtische Galerie Villa Zanders, Bergisch Gladbach 2000, S. 9 - 21 (Auszug)
Unprätentiös und scheinbar ohne Geheimnis begegnen uns die Aquarelle Edmund Tucholskis. Die reduzierte Bildsprache basiert auf Kreisen, Ovalen, Drei- und Vierecken, Streifen und Linien, ohne jedoch geometrisch anzumuten. Alle Formen verdanken sich dem Kontrast von Weiß mit einer Farbe, sei es Blau, Gelb oder Rot. Niemals umgrenzt eine Linie eine Form, sondern jede Form entsteht allein aus dem Nebeneinander und Übereinander von Farbe und Grund bzw. aus der Spur der Farbe und den zwischen ihr liegenden Intervallen. Tucholski arbeitet ohne Hilfsmittel, er beschränkt sich auf die Möglichkeiten, die im Zusammentreffen von Farbe, Wasser und Papier liegen. (...)
Aus Farbe, den zwischen Farbspuren liegenden Intervallen und der Überlagerung von Farbe entwickelt Tucholski alle Formen seiner Malerei. Jede Bildgestalt ist Resultat eines Aktes äußerster Konzentration. Das Begrenzen der malerischen Aktion auf wenige Pinselzüge und der Augenblick des Innehaltens bedingen die Bildgestalt. Und dieser Augenblick der Entscheidung, an einer bestimmten Stelle den Pinsel zu stoppen bzw. seine Richtung zu ändern, dieser Augenblick wird sichtbar als Weiß, als Fläche, die die Spur des Pinsels unberührt ließ.
Das Aquarell, traditionell vor allem im kleineren Format genutzt, verlangt ein schnelles, konzentriertes Arbeiten und verweigert sich einem späteren korrigierenden Eingriff. Jede Farbspur, die einmal in das Papier eingedrungen ist, ist präsent und bleibt es. Weder kann über sie hinweggetäuscht werden, noch ist sie zu tilgen.
Übereinanderliegende Farbschichten lassen die untere nicht verschwinden, sie summieren sich vielmehr zu einer größeren Farbintensität. So birgt jede Handlung, jeder Pinselstrich das Risiko des Scheiterns in sich. Jede Farbspur ist schließlich abhängig vom Malmittel: von der Konsistenz der Farbe, von der Breite des Pinsels und von der Dichte und Aufnahmefähigkeit des Papiers. Da jede Farbspur aus dem einmaligen Ansetzen des Pinsels entsteht, bleiben die Bewegungen bzw. Handlungen des Malers ablesbar, auch in ihrer zeitlichen Abfolge. (...)
Das malerische Vorgehen Edmund Tucholskis vollzieht sich in einem konzentrierten Wechselspiel von ‚Geben‘ und Innehalten, von Aktivität und Passivität, von Positiv und Negativ. Das vermeintlich passive Innehalten aber, manifest in den "blinden Flecken", ist ebenso aktiv wie das Auftragen der Farbe. Ohne es wäre hier keine Form. Das Fehlen von Farbe, die Leere, hat die gleiche Bedeutung für das Entstehen des Bildes, seine Gestalt, wie der aktive Moment des Gebens von Farbe, die Fülle. Passivität und Aktivität erscheinen nicht mehr als Gegensätze, sondern sind gleichwertig. (...)
1989
Heidelberger Kunstverein
1990
Galerie Krohn, Badenweiler
1993
Pfalzgalerie Kaiserslautern
1996
Galerie Krohn, Badenweiler
1998
Galerie Karin Sachs, München
Galerie Erhard Klein, Bad Münstereifel
2000
Städtische Galerie Villa Zanders,
Bergisch Gladbach
Städtisches Museum in der Alten Post, Mülheim/Ruhr
Zen und die westliche Kunst, Museum Bochum
2002
Museum Bochum, "Übersicht"
BERGNER + JOB Galerie, Wiesbaden
Heidelberger Kunstverein, "Der Berg"
2004
BERGNER + JOB Galerie, Mainz (Katalog s. Publikation)
Annäherung als Veränderung
Heidelberger Kunstverein 1989
Now Patience
Pfalzgalerie Kaiserslautern 1993
Weiß ist der Augenblick
Städtische Galerie Villa Zanders Bergisch Gladbach 2000
Ungemessene Schritte
Städtisches Museum Mülheim/R. 2000
Zen und die westliche Kunst
(Zen and the Art of the West)
Museum Bochum 2000, Wienand Verlag/Köln 2000
Übersicht
Museum Bochum 2002
Der Berg
Heidelberger Kunstverein 2002/2003

2001
Aquarell auf Bütten
ca. 17 x 12 cm

2003 *
Aquarell auf Bütten
ca. 26 x 17 cm

2002 *
Aquarell auf Bütten
ca. 26 x 17 cm